Letzte Vorbereitungen

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Chers lecteurs,,

wir sind startklar. Eine Arbeitsliste, die einen halben Meter lang war, ist abgearbeitet. Proviant und Wasser sind gebunkert, das Schiff ist fertig. Morgen soll es los gehen – und wir können es nun wirklich kaum noch abwarten.

Das Wetter sieht nicht sooo gut aus. Der Passat ist sehr instabil und ganz anders, als zu dieser Jahreszeit zu erwarten. Könnte sehr flau werden. Aber wir haben ja einen großen Gennaker und viel Zeit. Irgendwie werden wir da schon rüberkommen. Hauptsache los. Wir hatten zwar (von meiner Grippe abgesehen …) eine tolle Zeit in Funchal, aber wollen nun auch wirklich weiter. Es wird Zeit. Die Marina ist zwar keine zwei Sterne wert, mit brüchigen Stegen und seit zweieinhalb Wochen eiskalten Duschen – aber der Ort ist echt schön und wir haben durch unsere Promenaden-Lage hier in der Marina unheimlich viele nette Menschen kennengelernt. Im letzten Blog habe ich ja schon davon berichtet.

Vor ein paar Tagen steht dann noch ein netter Blogleser, Karsten, sur la bande. “Ihr seid ja immer noch hier”, sind seine ersten Worte – und er hat ja Recht, wir wollten schon lange weg sein. Ich erzähle ihm, dass wir erst noch Unmengen von Proviant an Bord schaffen müssen. Zwei Tage später steht er wieder an der Pier: “Wir haben ab morgen einen Mietwagen und fahren gern mit euch einkaufen.” Was für ein nettes Angebot! Also rollen wir am nächsten morgen mit zwei großen, vollen Einkaufswagen aus dem örtlichen “Pingo Doce” und schaffen es, sie in einen kleinen Audi A1 zu quetschen. Eine halbe Stunde später ist alles an Bord. Dafür hätten wir von Hand sicher zwei Tage gebraucht. Merci!

Ein paar Stunden später steht ein extrem nettes Pärchen am Steg, Dominik aus der Schweiz und Steffi aus Österreich. Die beiden sind hochgradig interessiert an unserem Boot und unserer Reise, wollen viele Details wissen. Ein paar Stunden später klopft es nochmal an Deck und Dominik drückt mir eine Plastiktüte in die Hand. “Ihr lebt unseren Traum. Wir werden euch im Internet verfolgen. Und wenn ihr drüben angekommen seid, macht die auf …” In der Tüte: Eine Postkarte von der Marina Funchal und eine teure Flasche Champagner! Haben wir sowas jemals getrunken? Selbst nach zwei Jahren Refit in der Halle gabs bei uns nur billigen Sekt. Was für eine nette Geste, vielen lieben Dank euch beiden! 🙂

Nun werden wir heut noch die letzten Kleinigkeiten am Boot erledigen und dann gehts morgen los zum großen Abenteuer Atlantik. Ein ganzer Monat auf See. Wir freuen uns darauf. Und auch darauf, einen Monat keine Liegegebühren mehr bezahlen zu müssen! 😉

Oben auf der Website habe ich eine Karte eingefügt und festgesetzt. Sie wird immer ganz oben auf der Website stehen und täglich die aktuelle Position anzeigen. Aber darunter erscheinen (wenn die Technik funktioniert …) ab und zu auch mal Blogeinträge von See. Leider ohne Bilder, sondern als reine Textmeldungen. Wir hoffen ihr habt Spaß dabei, uns virtuell ein wenig über den Teich zu begleiten.

John