Ein witziges Experiment für 2020

Liebe Leser,

während sich das Jahr dem Ende neigt, gibt es zwischen Weihnachten und Neujahr immer wieder Gelegenheit, das Vergangene Revue passieren zu lassen und neue Pläne zu schmieden oder Vorsätze zu fassen. Meist sind es ja Dinge, die man sich ohnehin schon ganz lange vorgenommen hat, aber nun endlich „fest machen“ will. 

Wenn man aber wie wir vor einigen Jahren alle (… oder zumindest einige) Brücken in die Heimat abgebrochen hat, verfügt man über einen unvergleichlichen Luxus: Die Wahl zu haben, was man macht. Und das genießen wir gerade sehr! Ich bin zwar seit drei Monaten wieder zurück im Berufsleben, aber wir leben noch immer an Bord und haben im Moment völlig freie Wahl, wohin es uns (rund um Hamburg) verschlägt. Tipps und Ideen willkommen! 🙂 

Denn es ist zwar ein befreiendes Gefühl – aber auch ein wenig beängstigend, wann man (so wie Cati) eine „Planerin“ istund auch mal irgendwo ankommen will. So überlegen wir gerade nicht nur, wohin wir im Umfeld von Hamburg ziehen, sondern auch wie es seglerisch für uns weitergeht. 

Und da kam ich auf eine witzige Idee (die ich mir allerdings nicht selbst ausgedacht habe): 

Vor etwa sieben Jahre stolperte ich im Internet über einen jungen Mann, der gern ein Boot haben wollte. Und er hatte einen verrückten Plan – der am Ende sogar aufging! Von einer alten Senseo-Kaffeemaschine ausgehend wollte er sich zu einem Boot hinauf tauschen. Also inserierte er die Kaffeemaschine bei Ebay-Kleinanzeigen und gab an, dass er kein Geld, sondern nur einen anderen Gegenstand haben möchte, allerdings ein wenig höherwertig.

Wer nun bei Ebay auf die Senseo stieß, suchte natürlich genau solch eine Kaffeemaschine. Im Tausch nahm der Mann Dinge an, die der Tauschpartner nicht mehr gebrauchen konnte und inserierte sie dann auch gleich wieder, um weiter zu kommen. Am Ende hatte er tatsächlich ein kleines Motorboot. Für das BOOTE-Magazin habe ich damals eine Probefahrt mit ihm gemacht und die Geschichte aufgeschrieben. Sie hat mich damals schon nachhaltig begeistert.

Deshalb dachte ich: Das probieren wir auch mal aus. Mal sehen, wo es uns seglerisch im neuen Jahr damit hinbringt! Ob ich es vielleicht auch bis zu einer Jolle schaffe? Oder sogar mehr? 

Mein Tauschgegenstand ist eine Flasche Rum. „Ricardo Dark Rum“ aus den Bahamas. Sicher nicht die beste Rumsorte der Karibik, aber eine Flasche Rum, wie wir ihn auf den Bahamas immer an Bord hatten. Und das Beste: Es ist eine Flasche Rum, die von den Bahamas über die Bermudas, Azoren und Schottland bis nach Hamburg gesegelt ist. Dazu gibt es ein signiertes Buch von uns. 

Angebote an mail@johannes-erdmann.com oder direkt unter den Post auf Facebook.

Los gehts! Ich bin sehr gespannt! 🙂